Erste Schritte in der virtuellen Assistenz

von | Mrz 31, 2023 | Selbständigkeit

Ja keine Sorge, es fühlen sich viele angehende VAs vom Angebot und der Masse an Informationen, die in der Welt herumschwirren, überfordert.

Das ist für dich am Anfang aber sicher schon einmal keine schlechte Übung, weil du in der Selbstständigkeit immer mal wieder irgendwo den Durchblick gewinnen und die Spreu vom Weizen trennen musst. Du kannst also alles, was dir auf deinem Weg begegnet, als Lernprozess sehen. So macht das alles auch definitiv mehr Spaß. Ärger hat in diesem Fall keinen Platz, wenn du schon anfangs die Nerven verlierst, dann kann ich dir versprechen – Achtung REAL TALK – wird die Selbstständigkeit nichts für dich sein.

Um dir aber eine kleine Starthilfe zu geben, habe ich dir hier die wichtigsten Punkte für deinen Start als virtuelle/r Assistent/in aufgelistet. Wenn du all diese Punkte abhaken kannst, dann hast du definitiv einen guten und durchdachten Start hingelegt.

WANN: Setze dir eine Deadline, wann genau du als virtuelle/r Assistent/in offiziell starten möchtest.

Zu dieser Deadline sollen die weiteren hier aufgelisteten Punkte alle erledigt sein.
Eine Deadline ist unglaublich wichtig, wenn du dein eigener Chef bist, sonst schiebst du alles ewig vor dir her und kommst nicht ins Tun. Das kann dich Kopf und Kragen kosten! Also: Setze dir eine Deadline und halte sie auch ein!

Was: Du kannst alles, aber nichts so wirklich?

Das sind die großen Zweifel von ganz, ganz, ganz vielen, die als virtuelle/r Assistent/in starten wollen. Wieso glaubst du, dass du nichts wirklich gut kannst? Jede/r von uns hat eine Ausbildung/Studium/Lehre absolviert, meist schon einige Weiterbildungen besucht und definitiv viel Lebenserfahrung gesammelt. Wie kommst du also zu dem Schluss, dass du nichts so richtig könntest?

Der Schlüssel hierbei liegt darin, dich erstmal auf das zu konzentrieren, was du auf jeden Fall ausgezeichnet kannst (all die Dinge, die du gerne können würdest, oder von denen du ein bisschen Ahnung hast, kannst du nebenher immer noch in entsprechender Tiefe erlernen). Davon gehst du erstmal aus und das bietest du an. Die ersten Monate werden garantiert sehr intensiv für dich werden und du wirst sehr viel dazu lernen, ABER: Danach kannst du sicher schon weitere Dienstleistungen anbieten, weil du hoffentlich deine Fähigkeiten erweitert und dich dementsprechend geschult hast.

Wie viel: Du musst dir deinen Stundensatz überlegen

Ganz genau und ordentlich durchkalkuliert. Dein Stundensatz sorgt ab jetzt dafür, dass du genügend Einkommen generierst, um dein Leben finanzieren zu können. Dieses Thema ist ab sofort dein Lieblingsthema. Du magst keine Zahlen? Pech gehabt, ich auch nicht, aber du wirst es lernen müssen, sie zumindest ein bisschen gern zu haben.

Auch hier wird dir Dr. Google viele unterschiedliche Antworten auf deine Fragen geben, für mich hat sich eine Person allerdings als absolute Expertin auf sämtlichen Levels der Selbstständigkeit hervorgetan und das ist Lilli Koisser. Auf ihrer Website findest du auch zum Thema Stundensatz hochinteressante Beiträge, die mir selber dabei geholfen haben, meinen Stundensatz zu kalkulieren und selbstbewusst zu kommunizieren.

Wo: Dein Ziel ist es, Kunden zu gewinnen.

Dafür musst du für diese aber sichtbar sein, so besteht auch die Möglichkeit für dich von ihnen gefunden zu werden und nicht immer selber Akquise betreiben zu müssen. Unabhängig davon machen sich viele Kunden gerne erstmal ein Bild von dir, bevor sie dich kontaktieren. Überlege dir, ob du erstmal nur mit einem Social Media Auftritt starten möchtest, oder lieber gleich volles Programm mit deiner Website loslegst. Ich persönlich finde, dass man so professionell wie möglich starten sollte, aber das ist auch einfach Geschmackssache. Bedenke aber, dass dich eine Website auch gleich vor einen großen Berg an Arbeit und viele neue Herausforderungen stellt.

Wie: Wenn du selbstständig Einkommen erzielst, musst du ein Gewerbe anmelden.

Dazu sind die Regelungen im DACH-Bereich sehr unterschiedlich. Um die notwendigen Informationen zu erlangen, ist meines Erachtens die zuverlässigste Quelle entweder der Steuerberater deines Vertrauens oder die Wirtschaftskammer bzw. ähnliche Institutionen.

Womit: Als virtuelle/r Assistent/in suchst du dir aus, von wo du arbeiten möchtest.

Das heißt, die Dinge, die du für deine Arbeit benötigst, kannst du an einer Hand abzählen, dafür ist es aber umso wichtiger, dass du dich 100% auf sie verlassen kannst. Du benötigst erstens einen Laptop/Computer und zweitens eine gute und zuverlässige Internetverbindung.

Last, but not least und ganz ehrlich:

Du wirst viel Motivation, Durchhaltevermögen, Kraft, Mut und Energie brauchen. Wenn du ein Zweifler bist und alles immer dreißig Mal umdrehst, bevor du etwas in Angriff nimmst, dann wird die Selbstständigkeit in keiner Form für dich passend sein. Natürlich kannst du dir vieles aneignen und an dir und deinen Eigenschaften arbeiten, aber das Grundgerüst muss in deinem Kopf vorhanden sein. Es ist in der Selbstständigkeit von enorm großer Bedeutung proaktiv zu sein und in sich und seine Fähigkeiten zu glauben.

Kannst du nun alle obenstehenden Punkte abhaken, dann wünsche ich dir einen großartigen Start in den schönsten Beruf, den ich mir vorstellen kann! Freiheit und Gestaltungsmöglichkeiten en masse! Prost!

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